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Diabetes? In Schwung kommen!

Diabetes? In Schwung kommen!

Die Europäische Kardiologische Gesellschaft und die EAPC (European Association of Preventive Cardiology) legen es Patienten mit Typ2-Diabetes im aktuellen Positionspapier wärmstens ans Herz, sich mehr zu bewegen. Die gesamte Herz-Kreislauf Funktion, die Sauerstoffversorgung des Körpers, die Blutfettwerte und das Blutzuckerprofil verbessern sich damit.

Diabetes und Sport – Was ist zu beachten?

Wichtig ist es, Sport und Bewegung unter ärztlicher Kontrolle zu betreiben. Der Arzt kann individuell angepasst an den Gesundheitszustand gemeinsam mit dem Diabetes-Patienten ein Bewegungsziel vereinbaren und überwachen. Die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient ist sehr wichtig. Ein Plan, erreichbare Ziele und ein Ansprechpartner erhöhen die Motivation und Mitarbeit.

Medikament ohne Nebenwirkungen

Bewegung ist ein “Medikament”, dessen Wirkung herausragend gut belegt ist und anstatt Nebenwirkungen ein Plus an Lebensqualität auf Dauer mit sich bringt.
Bei ausgeprägten Stoffwechselstörungen, wie Diabetes, kann aber auch Bewegung eine Medikation nicht ersetzen, aber deren Effektivität immens erhöhen und Risikofaktoren reduzieren.

Bewegung kann bei #Diabetes zur deutlichen Verbesserung der Erkrankung beitragen. #Sport ist ein großartiges Medikament. Klick um zu Tweeten

Wie sollte bei Diabetes trainiert werden?

Basis eines Trainings als Therapie ist ganz klar die Verbesserung der Ausdauer durch aerobes Training. Dazu gehören Sportarten wie Nordic Walking, Laufen, Schwimmen und Radfahren. Auch ist es ratsam ein individuelles Krafttraining mit einzubauen. Die Kombination aus Kraft und Ausdauer unterstützt auch das orthopädische System langfristig. Genauso verhält es sich mit einem Intensiven Intervalltraining. Nebenbei kann der Patient auch mit einer Umstellung seiner Ernährung viel zu einem Erfolg der Maßnahmen beitragen.

Der Weg ist das Ziel

Es geht ganz klar darum, am Ball zu bleiben. Nicht immer funktioniert es reibungslos. Die positiven Effekte stellen sich nicht gleich schnell bei allen Diabetes-Patienten ein. Auch gibt es Patienten, bei denen in seltenen Fällen einfach “nix” passiert. Das liegt an genetischen Faktoren, das Training ist nicht individuell angepasst genug oder schlicht und einfach fehlt die Motivation. Idealerweise werden alle beteiligten Akteure im Gesundheitswesen mit einbezogen. Physiotherapeuten, Ernährungsberater und Apotheker können aufgrund der Häufigen Kontakte mit dem Patienten die Motivation und den Erfolg nachhaltig verbessern und dem Patienten helfen, die Bewegung in seinen Alltag zu integrieren.

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Christoph Kaiser

Über Christoph Kaiser

Christoph Kaiser, Apotheker und Trailrunner aus Überzeugung

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