Wie beeinflusst Stress die körperliche Leistungsfähigkeit?

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Jeder Läufer kennt das. Die Steigerung der eigenen Leistungsfähigkeit ist keine Kurve, die nur steil nach oben geht. Es ist eine Welle mit “Ups and Downs”! Geht der Trend aber nur nach unten, muss nicht immer Übertraining schuld sein.

Übertraining – Wie gehe ich mit Rückschlägen um?

Rückschläge im Training kommen immer wieder vor. Meistens findet man auch schnell aus einem kleinen Tief wieder raus. Viele Sportmediziner pflegen auch zu sagen, “wenn nichts weh tut als Sportler, dann ist man tot!”.

Schon ein harter Spruch. Er hat aber auch einen wahren Kern. Kleine Verletzungen oder Erkältungen zwingen zu keinen großartigen Pausen von mehreren Wochen. Ein paar Tage Ruhe und/oder Sport mit reduziertem Umfang, dann ist man schnell wieder “back in Business”.

Sport trotz Erkältung? – Bettruhe oder doch zum Training?

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Wenn der Schmerz aber nicht mehr aufhört, dann zweifelt man an sich selbst. Der Frust steigt. Irgendwann kommt man zu dem Punkt: “Ist es Übertraining? Kann nicht sein. Das Pensum mache ich schon lange so!”

In so einer Situation ist es wichtig, organische Ursachen wie Übertraining und folgenschwere Erkrankungen, wie Herzmuskelentzündung, ärztlich ausschließen zu lassen.

Die Frage, “was ist anders als in den  letzten Jahren”, muss kommen. Es sollen die Lebensumstände kritisch hinterfragt werden. Mehr Stress im Job? Stresst mich mein familiäres Umfeld? Kann ich nicht mehr abschalten?

Ist eine Antwort auf diese Fragen ein “Ja”, dann ist höchstwahrscheinlich Stress im Spiel. Stress kann einem die Leistung rauben. Kurzfristig macht Stress wach und fit. Kennt jeder Athlet. Die Nervosität vor dem Wettkampf und die ausgeschütteten Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin lassen einen Höchstleistungen vollbringen. Zumindest kurzfristig. Das ist auch gut so.

Aber hält der Stress länger an, kann der Körper das nicht mehr vollständig kompensieren. Man brennt körperlich und eventuell noch seelisch aus.

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Körperlich bewirkt der ständige Überfluss an Stresshormonen auf die Dauer einige Veränderungen im Körper. Die Neigung zu Entzündungen oder der Ruhepuls steigen an. Die Erholung funktioniert nicht mehr so wie sie sollte. Das Faß beginnt schließlich überzulaufen. Erste Anzeichen sind zum Beispiel der erhöhte Puls, Schlafstörungen oder ständige Gereiztheit.

Es ist eine typische Erscheinung des aktuellen Lebensstils. Die Karriere läuft, die Familie fordert ihren Anteil und man will sich selbst  nicht eingestehen, den wachsenden Anforderungen nicht gerecht werden zu können.

Wie entkommst Du der Stressfalle?

Ein Patentrezept gibt es nicht! Wichtig ist nur, dass Du Dir der Situation bewusst bist. Auch sollest Du Stress als positiv empfinden können – aber nur kurzfristig. Langfristig musst Du “Herr über den Stress” sein.

Es gibt viele Methoden, den Stress zu kompensieren. Änderung der Lebensumstände, mentale Techniken der Stressbewältigung, usw….

Aber für Sportler ist es wichtig, dass der Stressfaktor “Sport” wieder zu dem positiven Lebensinhalt wird, den man gewohnt ist und braucht, um “mal abzuschalten”. Vor allem in der Hinsicht, um ein gesundes und erfülltes Leben führen zu können.

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Der Anfang ist, ein gutes Körpergefühl zu entwickeln. Das haben die meisten Sportler schon, aber häufig nur im Bezug auf Verletzungen. Man muss erkennen, wann eine Pause notwendig ist und wann eine ausgefallene oder kürzere Einheit einen vielleicht doch voran bringt. Die Erholung ist wichtig, dann klappt es auch mit dem Leistungszuwachs.

Dein Weg zur Selbsterkenntnis

Erkenne und dokumentiere Deine Belastung! Ein Logbuch über Umfang und Art des Trainings, sowie über das Stressempfinden im Alltag lassen Dich schnell mögliche Stressfaktoren erkennen.

Genauso wie das Erkennen der Belastungen, ist es von sehr großer Bedeutung, sich richtig zu erholen. Erholung ist eine Investition in die Gesundheit! Nicht auf der Couch liegen ist gemeint. Qualitativ hochwertig sollte die Erholung sein! Genau wie die Nahrung! Es gilt zu trainieren, welche Art von effektiver Erholung die Beste ist und wie der Körper darauf anspricht. Auch das ist eine Teil des neuen “Körpergefühls”.

Fit und gesund bleiben trotz stressigem Job

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Das Planen der Pausen muss aber oft erst erlernt werden. Es gilt zu akzeptieren, dass Pausen ein fester Bestandteil einer effektiven Trainingsplanung sind.

Zu guter letzt: Verbissenheit ist fehl am Platz! Zielstrebigkeit ja, aber nicht vergessen: es gibt viele Wege nach Rom. Man hat sich ein Saisonziel gesteckt. Einen Trainingsplan gemacht. Aber ein Trainingsplan gibt den Rahmen vor. Er ist eine Guideline nach der Du trainierst um das Ziel zu erreichen. Er ist kein Knebelvertrag, der wortgetreu eingehalten werden muss. Flexibel bleiben. Niemals dem Körper mehr zumuten, als Du vollbringen und kompensieren kannst.

Fazit: Laufen ist ideal zum Stressabbau

Betrachtet man den Breitensport, dann ist Laufen ein einfaches Mittel, um gesund zu bleiben und Stress abzubauen. Immer den Spaß an der Sache im Vordergrund halten. Du kommst “raus” an die “frische Luft”, bleibst gesund und erlebt was. Hast Du doch mal eine Verletzung oder Erkrankung, nicht ärgern. Dein Körper braucht die Pause. Vielleicht ist es nur eine Ermahnung.

Deshalb sind Sport und Regeneration zwei einfache Dinge, die zusammengehören. Sie sind fester Bestandteil eines gesunden und niemals langweiligen Lifestyles!